Pressekonferenz: Kinderschutz im Fokus

Der Verein StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt lädt am 2. April 2026 um 09:30 Uhr zu einer Online-Pressekonferenz ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gefährdungsmeldungen im österreichischen Kinderschutzsystem bewertet und in gerichtlichen Verfahren berücksichtigt werden.

Ausgangspunkt ist der aktuelle Anlassfall „Lukas“, der grundlegende Fragen zur Zusammenarbeit zwischen medizinischen Fachstellen, Kinder- und Jugendhilfe sowie Gerichten aufwirft. Thematisiert wird insbesondere, wie ärztliche Einschätzungen und dokumentierte Hinweise auf mögliche Gefährdungslagen in Obsorgeverfahren einfließen – und welche Folgen es haben kann, wenn diese nicht ausreichend geprüft werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf strukturellen Rahmenbedingungen, darunter die Auswirkungen des Kindschafts- und Namensänderungsgesetzes (KindNamRÄG 2013) sowie bestehende Herausforderungen an den Schnittstellen zwischen den beteiligten Institutionen.

Expert:innen bei der Pressekonferenz

  • Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Barbara Beclin (Universität Wien, Institut für Zivilrecht)
  • Maria Stern (Founder und CEO „THANKS DAY – World Day for Single Parent Families & Friends“)
  • Mag.a Maria Rösslhumer (Vorsitzende Verein StoP, Gewaltschutzexpertin)
  • Kerstin Drechsler (Forensic Nurse, Zentrum für Familienrecht)

Die Veranstaltung widmet sich der zentralen Frage, wie sichergestellt werden kann, dass Gefährdungsmeldungen ernst genommen, fachlich geprüft und in Entscheidungsprozessen angemessen berücksichtigt werden – insbesondere dann, wenn weitreichende Entscheidungen über das Leben von Kindern getroffen werden.

Details zur Teilnahme

Datum: 2. April 2026
Uhrzeit: 09:30 Uhr
Ort: Online (Zoom)

Weitere Informationen zum Hintergrund finden Sie hier:
https://verein-stop-partnergewalt.at/aktuelles/offener-brief/